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DAS ZIEL

der Brandenburger-Himalaya-Expedition 2001 ist die Shishapangma in Tibet. Über dem Meeresspiegel gemessen ist der Hauptgipfel 8013 m und der Nebengipfel 8008 m hoch. Dieser Berg ist der einzige gänzlich auf tibetischem Boden gelegene Achttausender.

Bis vor wenigen Jahren war der Berg nur unter seinem Sanskritnamen "Gosainthan" bekannt, und die Tatsache, dass ein Berg mit diesem Namen gänzlich innerhalb Tibets liegt, löste zunächst einige Verwunderung aus. Gosainthan bedeutet soviel wie "Ort der Heiligen", "Shishapangma" dagegen "Der Kamm über den Weiden". Seit die Chinesen Tibet besetzt halten, ist in der Literatur ein dritter Name aufgetaucht: "Kao-seng-tsan Feng".

Die Chronik berichtet zunächst mehr von Bemühungen, den Berg flüchtig zu sehen als von Versuchen, ihn zu besteigen. Der abgelegenste aller Berge -geographisch, politisch und wörtlich - wurde erst 1964 von der Nordseite bestiegen, aber es bestehen Zweifel, ob damals der Hauptgipfel oder der Nebengipfel von der chinesischen Großexpedition erreicht wurden.

Die Shishapangma gilt als Hauptgebirgsstock im südöstlichen Teil des Peiku Kangri -Gebirgszuges, der sich im Himalaya - Hauptkamm auf chinesischer Seite von Südost nach Nordwest erstreckt. Ungefähr 160 km von Kathmandu entfernt liegt dieser sehr isolierte Gipfelkamm. Eigentlich sind es drei nahe beisammen liegende Gipfel (7999 m - 8013 m).
Diese Gipfelkette verleiht der Shishapangma von der Ferne ein mächtiges unnahbares Aussehen. Das nördliche Vorland macht einen fast wüstenhaften Eindruck (geringer Niederschlag). Die Südseite, welche an Nepal grenzt, zeigt sich in einem völlig anderen Bild. Das vom Monsun beeinflusste Klima bringt hier eine spärliche Vegetation hervor. Die jährliche Niederschlagsmenge wird auf 2000 Millimeter (Nordseite: 200-600 Millimeter) geschätzt.

Quelle: Ralf Dujmovits 2000